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Update Waldbrand oberwössen

Update: Umfangreiche Löscharbeiten waren erforderlich Schwieriges Bodenfeuer nahe der Schnappenkirche – Brandwache bleibt vor Ort Staudach-Egerndach, Marquartstein. Am Samstagabend (1. August) konnte der Brandbereich zwischen Schnappenkirche und Luchsfellwand erfolgreich abgelöscht und die Zahl der Einsatzkräfte reduziert werden. Aufgrund des abgelegenen und unwegsamen Geländes waren zeitweise bis zu 50 Einsatzkräfte gefordert, die Glutnester eines Bodenfeuers, die teilweise bis unter Baumwurzeln reichten, zu öffnen, gezielt abzulöschen und einzelne betroffene Bäume zu fällen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Die Örtliche Einsatzleitung in Oberwössen unterstützte den Einsatz im Rahmen des Koordinierungsfalles nach Artikel 15 des Bayerischen Katastrophenschutzgesetzes mit Material und Verpflegung. Zusätzlich wurden durch einen Hubschrauber der Bayerischen Polizei sechs gezielte Wasserabwürfe im Brandgebiet durchgeführt, um den Bodenbereich intensiv zu durchfeuchten und ein erneutes Aufflammen möglichst zu verhindern. „Wir sind froh und dankbar, dass unsere Einsatzkräfte die Lage ein zweites Mal so schnell unter Kontrolle bringen konnten“, erklärt Martina Gaukler, Bürgermeisterin von Staudach-Egerndach. Der Einsatzbereich liegt auf dem Gemeindegebiet von Staudach-Egerndach. Ihr Amtskollege Andreas Scheck, Bürgermeister von Marquartstein, ergänzt: „Dennoch beobachten wir den Schadensort weiterhin sehr engmaschig, um bei Bedarf erneut unmittelbar eingreifen zu können.“ Da der Brandbereich unmittelbar an der Gemeindegrenze zwischen Marquartstein und Staudach-Egerndach liegt, sind beide Bürgermeister eng in die Einsatzabwicklung eingebunden. In Abstimmung mit den zuständigen Kommandanten und der Örtlichen Einsatzleitung wurde oberhalb der Einsatzstelle ein 3.000 Liter fassender Löschwasserbehälter auf einer eigens errichteten Plattform in Stellung gebracht. Mithilfe sogenannter „Bambi Buckets“ – faltbarer Löschwasser-Außenlastbehälter für Hubschrauber – wurde dieser vorsorglich mit Wasser befüllt, um bei Bedarf schnell reagieren zu können. „In der Nacht werden wir in drei Schichten mit jeweils vier Kameraden aus Staudach-Egerndach beziehungsweise Marquartstein den Bereich weiterhin beobachten, um bei Bedarf sofort eingreifen zu können. Sollte uns das Wetter mit etwas Regen unterstützen, kann die Nachtwache dankenswerterweise in der nahegelegenen Staudacher Hütte Unterschlupf finden“, informiert unterdessen Kreisbrandmeister Thomas Mayr. „Das Tückische an Bodenfeuern ist, dass sich die Hitze durch das tiefe Wurzelwerk weiter ausbreiten kann – oftmals unsichtbar für Wärmebildkameras und Einsatzkräfte. Wenn diese Hitze viele Stunden später wieder an die Oberfläche gelangt und Sauerstoff hinzukommt, können erneut Rauchentwicklungen oder ein Brandausbruch entstehen“, erläutert Kreisbrandrat Christof Grundner. „Wir hoffen, dass uns der Regen und die intensive Bearbeitung des Bodens in die Karten spielen und dadurch die Gefahr eines erneuten Aufflammens weiter reduziert wird“, so der Marquartsteiner Kommandant Johann Troibner. Eine erneute Lagebeurteilung wird am frühen Sonntagmorgen gemeinsam mit dem Kommandanten der Feuerwehr Staudach-Egerndach, Michael Sturm, sowie allen weiteren Verantwortlichen durchgeführt. Die Bevölkerung wird weiterhin gebeten, den Bereich zwischen Staudacher Alm, Schnappenkirche und dem Wanderparkplatz „Hochgern“ zu meiden, die Sperrungen zu beachten und insbesondere keine Drohnen steigen zu lassen.

Datum: 02.08.2026 Quelle: Bayregnews