Großbrand Olympiadorf München
Tragischer Wohnungsbrand in Münchner Olympiadorf fordert Todesopfer – Mehrere Wohnungen unbewohnbar
München – In den frühen Morgenstunden des Freitags ist es in einem Hochhaus im Münchner Olympiadorf zu einem verheerenden Brand gekommen, bei dem ein Bewohner ums Leben kam. Der Vorfall in der Straßbergerstraße löste einen Großeinsatz der Rettungskräfte aus und hat mehrere Haushalte vorläufig obdachlos gemacht.
Flammen schlagen bis in achte Etage
Gegen 5:47 Uhr ging bei der Feuerwehr München der erste Notruf ein. Ein Anwohner hatte aus dem siebten Obergeschoss des Wohnhochhauses lodernde Flammen bemerkt und alarmiert. Als die ersten Löschkräfte an der Einsatzstelle eintrafen, hatte sich das Feuer bereits auf den Balkon der direkt darüberliegenden Wohnung im achten Stockwerk ausgebreitet, wie ein Sprecher der Feuerwehr mitteilte.
Großeinsatz mit Drehleitern und Innenangriff
Unter Hochdruck starteten die Einsatzkräfte eine kombinierte Löschoffensive. Parallel zum direkten Innenangriff durch mehrere Atemschutztrupps im Gebäude wurde das Feuer von außen über zwei große Drehleitern bekämpft. Während die Flammensäulen noch aus den Fenstern schlugen, durchsuchten weitere Teams das weitläufige Gebäude, um gefährdete Bewohnerinnen und Bewohner in Sicherheit zu bringen.
Dabei mussten die Rettungskräfte eine tragische Entdeckung machen: Aus der vom Feuer voll erfassten Wohnung im siebten Stock konnten sie einen über 70-jährigen Mann nur noch leblos bergen. Trotz sofortiger Wiederbelebungsversuche verstarb der Senior an der Einsatzstelle. Seine Identität wurde zunächst nicht bekanntgegeben.
Löscharbeit unter Kontrolle, Folgen schwerwiegend
Das Feuer selbst konnte nach Angaben der Feuerwehr „relativ schnell“ unter Kontrolle gebracht werden. Aufgrund der komplexen Gebäudestruktur des Hochhauses zogen sich die Nachlösch- und Überwachungsarbeiten jedoch über mehrere Stunden hin. Rauch und Löschwasser hatten zudem erhebliche Schäden verursacht.
Mehrere Wohnungen im Umfeld des Brandherdes sind nach einer ersten Einschätzung vorläufig unbewohnbar. Für die betroffenen Mieterinnen und Mieter organisierte das Krisenmanagement der Stadt eine vorübergehende Unterbringung in einem nahegelegenen Hotel. Das Ausmaß des Sachschadens ist noch nicht bezifferbar.
Ermittlungen zur Brandursache laufen
Insgesamt waren rund 80 Einsatzkräfte der Feuerwehr München mit 38 Fahrzeugen im Olympiadorf im Einsatz. Unterstützt wurden sie von Polizei und Rettungsdienst. Während die Feuerwehr mit den Räumungsarbeiten begann, nahmen Beamte der Kriminalpolizei die Ermittlungen zur genauen Brandursache auf. Bislang liegen hierzu keine Erkenntnisse vor; ob ein technischer Defekt oder menschliches Versagen zu der Katastrophe führte, ist noch völlig unklar.
Die Straßbergerstraße war für mehrere Stunden voll gesperrt, der Verkehr wurde umgeleitet. Die Bewohner des betroffenen Hochhauses und der umliegenden Gebäude zeigten sich am Morgen sichtlich erschüttert von den Geschehnissen, die den Stadtteil in den frühen Morgenstunden in Ausnahmezustand versetzten.